Messelfossilien
Nahe der heutigen Ortschaft Messel bei Darmstadt entstand im Eozän vor ca. 47 Millionen Jahren in einem Vulkanmaar durch Sedimentation der Messeler Ölschiefer. Auf dem Grund eines subtropischen bis tropischen Sees war der Sauerstoffgehalt in den unteren Wasserschichten extrem gering. Abgestorbene Pflanzen und tote Tiere sanken auf den Grund und wurden im Schlamm konserviert im Prozess der Sedimentation.
Zwischen 1859 und 1970 wurde in der Grube Messel im Tagebau Ölschiefer abgebaut. Nach Offenlassung der Grube wurde seitens der Landesregierung eine Mülldeponie projektiert.
Nach intensiven Vorarbeiten Anfang der 1980er Jahre wurde Anfang der 1990er Jahre nicht zuletzt wegen zahlreichen Protesten von Wissenschaftlern und Bürgern die Pläne einer Mülldeponie Messel aufgegeben.
Seit 1995 ist die Grube Messel mit ihren weltweit einmaligen Fossilienfunden in die Liste des UNESCO Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen worden.
